Direkt zum Inhalt
Parma
Parma: mehr als Schinken und Parmesan

Parma kennt fast jeder dem Namen nach – spätestens seit dem ersten Bissen Prosciutto di Parma oder einem guten Stück Parmigiano Reggiano. Doch die Stadt in der Emilia-Romagna hat weit mehr zu bieten als ihre kulinarischen Exportschlager. Wer Parma nur als Zwischenstopp einplant, verpasst einiges.

Ja, Parma ist keine Großstadt. Mit Florenz oder Bologna lässt sie sich nicht vergleichen – und das muss sie auch nicht. Ihr Zentrum ist überschaubar, aber dicht: Kirchen, Paläste, Museen und versteckte Gassen auf engem Raum. Wer sich für die Küche dieser Region begeistert, für klassische Musik oder am besten für beides, sollte mindestens zwei Tage einplanen. Einen Tag reicht schlicht nicht.

 

Musik liegt hier in der Luft

Parma ist eine Musikstadt. Das Teatro Regio, 1829 eröffnet, zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern Italiens und ist auch außerhalb der Spielzeit bei Führungen zu besichtigen. Noch älter und in seiner Art einzigartig ist das Teatro Farnese im Palazzo della Pilotta: ein barockes Holztheater aus dem frühen 17. Jahrhundert, das man gesehen haben sollte.

Dazu kommen mehrere Museen rund um das Thema Musik: das Museo dell'Opera, das Casa del Suono – ein Technikmuseum zur Geschichte des Klangs, untergebracht in einer ehemaligen Kirche und mit freiem Eintritt – sowie das Geburtshaus des Dirigenten Arturo Toscanini, heute ein kleines, feines Museum.

Mein Stadtrundgang durch Parma führt dich zu all diesen Orten.

 

Drei Plätze, drei Gesichter

Das Zentrum von Parma lässt sich grob um drei Hauptplätze herum einteilen, die jeweils einen eigenen Charakter haben.

Die Piazza Duomo ist das kirchliche Herz der Stadt: romanische Kathedrale, gotischer Glockenturm, das Battistero di Parma und der Palazzo Vescovile – alles auf einem Platz, dazu mehrere Klosteranlagen in unmittelbarer Nähe.

Die Piazza Garibaldi ist das Zentrum des Alltags. Hier trifft sich die Stadt, hier beginnt die Strada Farini mit ihren Bars und Osterie – ein guter Ort für eine Pause oder ein Abendessen.

Und dann ist da noch der Complesso Monumentale della Pilotta: ein wuchtiger Palastkomplex aus dem 16. Jahrhundert mit Galerien, Bibliothek, Museen und dem Teatro Farnese. Davor eine großzügige Parkanlage mit dem Monumento a Giuseppe Verdi – Parmas musikalischer Schutzpatron grüßt dich also schon beim Spaziergang.

 

Parma mit Extras

In der sogenannten „Spiegelstraße" – dem Borgo Giacomo Tommasini – hängt über dir eine Lichtinstallation, die einmal als Weihnachtsdekoration gedacht war und einfach geblieben ist. Und wenn du nach unten schaust, siehst du in den Boden eingelassene bunte Pflastersteine: jedes Stein ein Logo oder Symbol des angrenzenden Geschäfts oder Hauses.

Die Chiesa Parrocchiale della Santissima Annunziata taucht in den Reiseführern gar nicht auf. Dabei ist sie eine der schönsten Überraschungen der Stadt – eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit einem ungewöhnlich hellen Innenraum. Mein Rundgang durch Parma führt dich auch dorthin.

Prosciutto, Parmigiano, Culatello, Salame di Felino – in Parma begegnet dir die Küche der Region auf Schritt und Tritt. In vielen Geschäften im Zentrum kannst du probieren und kaufen. Wer tiefer einsteigen möchte: In der Umgebung bieten mehrere Parmesankäsereien Führungen an. Ich habe die Caseificio Ugolotti besucht, diese liegt am Stadtrand von Parma und ist auch einfach mit dem Stadtbus erreichbar.

 

Parma als Ausgangspunkt 

Für alle, die die Emilia-Romagna erkunden möchten, ist Parma auch logistisch eine gute Wahl. Die Lage an der Bahnstrecke macht es einfach: Mit dem Zug bist du in kurzer Zeit in Reggio Emilia, Modena oder Piacenza – allesamt Städte, die sich gut zu Fuß vom Bahnhof aus erkunden lassen. Mit einem Auto kommst du außerdem schnell in die hügeligeren Gegenden südlich der Stadt.

Du kannst also ruhig ein paar Tage hier verbringen. Parma gibt genug her.

Den vollständigen Rundgang durch Parma – mit allen Stationen, Wegbeschreibungen und Tipps – findest du hier!

Neuen Kommentar hinzufügen

Klartext

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.